Kapitel 6: Durch den Wickelwald nach Hörtlingen

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Bevor die Gruppe den dunklen Wickelwald betritt braucht sie noch ein wenig Wanderausrüstung. Mypok sucht sich deswegen in einer Scheune, die er mit seiner göttlichen und gigantischen Körperkraft aufgebrochen hat, eine Stoffplane, die er über sich wirft. Mikkeah und Nadja besorgen sich beide einen Allwettermantel, der, und das weiß nun wirklich jeder, von Gorilius Textilus erfunden wurde. Ausgerüstet mit schmucken und funktionellen Mänteln besucht die Gruppe noch einmal kurz Gilfried und Heike Pfeffmann, bei denen sie nicht nur Abendessen, sondern auch Proviant für Unterwegs und eine kleine Beschreibung des Waldweges, der mit Fahnen gekennzeichnet ist.

Die Gruppe schreitet voran. Die erste Zeit des Waldes ist ruhig - nur all die Tiere, die des Nachts auf der Pirsch sind, machten ihre Laute und begleiteten die Gruppe atmosphärisch. Irgendwann finden die Helden einen Schrein, der an einem dicken, knorrigen Baum steht. Mikkeah spendet eine Münze, während Nadja Nuddich sogar eine ihrer heißgeliebten Kupfergablen hergibt. Mypok ist skeptisch - sein Versuch mit dem Baum zu kommunizieren scheiterte, weil ihm eine extrem feindseelige Energie entgegenschlägt. Mithilfe ihres historischen Wissens kann Mikkeah jedoch herausfinden, dass hier einst eine Schlacht zwischen Götterfels und Kurowan getobt hat. Mit diesem Wissen versucht es Mypok noch einmal, verlässt seine steinige Gestalt und breitet sich mit seinem Myzel in einer Fläche von 50qm unter dem Waldboden aus.

Mypok findet Rüstungen und Schwerter und spürt die unglaubliche Nahrhaftigkeit des Bodens, der vor so vielen Jahren mit aberhunderten Litern Blut getränkt wurde. Außerdem spürt Mypok wie er von Energien vergangener Zeit und der Natur selbst durchströmt wird. Für Nadja und Mikkeah ergibt sich nach kurzer Zeit über dem Erdboden ein unglaubliches Schauspiel: Überall wachsen aus dem Boden heraus Kämpfer, die aus dem fadringen Myzel Mypoks gebildet sind. Sie tragen die verrosteten Rüstungen und Waffen, die Mypok mit seinem Myzel an die Oberfläche getragen hat. Die Schlacht von damals scheint sich hier ein erneutes mal zuzutragen. Man hört das klirren der Schwerter und das Rasseln der Rüstungen - Mikkeah bemerkt auch eine Art Aura um das Myzel von Mypok. Urplötzlich ist das Spektakel auch schon wieder vorbei. Die Waffen und Rüstungen versinken wieder im Boden und Mypok baut sich wieder als der Felsgolem auf, als den ihn seine Begleiterinnen kennen. Es fühlt sich für alle so an, als wollte der Wald ihnen dies zeigen. Der Wind, der ihnen in den Rücken bläst wird wärmer und es scheint, als würde sich das Blätterdach etwas lichten um mehr Licht in den Wald zu lassen.

Motiviert zieht die Gruppe weiter. Nach weiteren Metern, als gerade ihre Fackeln ausgehen, bemerken sie ein Licht abseits des Weges, auf das Mypok prompt los steuert. Sie finden einen Gewürzhändler: Jean-Luc Duval, der mit seinem Warg Remi auf dem Weg nach Hörtlingen war, als er in einem Loch im Weg stecken blieb. Die Gruppe unterhält sich ein wenig mit ihm und hilft ihm dann aus der Miesere. Als Belohnung erhalten sie einen Beutel mit feinem Tee, den Herr Duval für die Gruppe frisch zusammenstellt. Sie verabschieden sich und freuen sich auf ein gegenseitiges Wiedersehen in Hörtlingen, das die Gruppe nach einem weiteren kurzen Marsch endlich erreicht.

Es sind die frühen Morgenstunden und die Gruppe erinnert sich warum sie hier ist: Sie wollen das Baumhaus von Mikkeah und den Freund von Wiktor Kowak finden. Ersteres nehmen sie sich sofort vor und Huschen im Schutz der Dunkelheit - getarnt von Mantel, Umhang und Schminke - Richtung Burg von Hörtlingen. Da Mikkeah von hier ist weiß sie genau Bescheid, wie sie in die Burg gelangen und in Null Komma Nichts stehen sie schon vor dem gespaltenen Baum im Garten. Für das Gefühl der Gruppe fühlt sich hier alles ganz schön Tot an und selbst Mikkeah spürt mit ihrer magischen Wahrnehmung absolut garnichts. Als die Mutter von Mikkeah den Garten betritt versteckt sich die Gruppe hinter dem jetzt nur noch als ein Steinhaufen erscheinender Mypok. Die Mutter schluchzt und gibt zum Ausdruck, dass sie Mikkeah vermisst. Für diese ist es jedoch noch zu früh um wieder zurück zu kehren - ihr Abenteuer hat gerade erst begonnen.

Mypok will den Moment nutzen um seinen mutierten Hikselzähnling einzupflanzen. Dieser sträubt sich sofort und gibt Lautstark zu hören, dass er in dieser toten, bösen Erde nicht eingepflanzt werden will. Nun bemerkt Mypok auch das schluchzen und trauern der anderen Pflanzen im Garten. Der Verlust des Baumes ist mit dem zunehmenden Tod des Gartens einhergegangen und es geht der Nautr hier schrecklich schlecht. Mypok versichert Mikkeah, dass sie seine volle Unterstützung bei der Auflärung dieses Geschehens hier und bei der Reinigung des geschändeten Garten hat. Für ihn gibt es keine wichtigere Beschäftigung als die Natur um ihn herum zu schützen und zu unterstützen.

Die Gruppe verlässt den Garten und sucht eine Bleibe auf, in der sie sich ausruhen können. Sie finden am Marktplatz von Hörtlingen die Gaststätte Zum wurstenden Winfried, in der sie für die Nacht bleiben sollten. Nadja bekommt für den halben Preis zu ihrem Zimmer sogar noch eine Presswurst dazu, während Mikkeah leider den vollen Preis bezahlen muss, wenn sie eine Wurst dazu haben möchte. Mypok indes freut sich auf eine kräftende Nacht auf dem Komposthaufen der Gaststätte.